Unterwegs!












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Donnerstag, 6. August 2009
Ziemlich angetrunken und hundemuede...
...stand ich heute Nacht um 1:30 Uhr auf dem Bahnsteig des Hamburger Hauptbahnhofs. Wie man sich denken kann, ist nicht alles ganz nach Plan verlaufen.
Vorgestern Nachmittag habe ich Aarhus Richtung Norden verlassen. In Frederikshavn habe ich fuer nur 85 Kronen ein Bett in einer Jugendherberge bekommen. Der Schlafsaal war zwar vollgestopft mit 30 oder sogar mehr Betten, davon waren allerdings - meins eingeschlossen - nur zwei besetzt. Ich hatte also eine ruhige Nacht. Nachdem ich schon den Abend am Strand in Frederikshavn verbracht hatte, zog es mich auch morgens wieder ans Meer. Daher kann ich nicht wirklich viel zum Staedtchen an sich sagen.

Abends:






Tagsüber:




Das Meer! In Frederikshavn hatte ich das erste Mal waehrend meiner ganzen langen Reise ein RICHTIGES Meer vor mir liegen. Langer Strand mit Duenen, ueberall Seetang, Muscheln und Quallen... himmlisch!



Also habe ich den Vormittag dort in der Sonne gebraten (und mir einen schicken, beim Laufen aeusserst schmerzhaften Sonnenbrand am rechten Oberschenkel geholt - aber auch nur dort!) und bin zwischendurch immer wieder zur Abkuehlung ins Wasser gehuepft, das etwa 100m lang nur knietief und daher sehr warm war.












Vollbepackt am Aufbrechen

Mittags ging es dann mit dem Zug Richtung Sueden, nachdem ich meine letzten Kronen zusammengekratzt und etwas zu Essen gekauft habe. Da ich nicht mehr genug Geld fuer Kaese hatte, gab es eben nur "Fuldskorn Rugbroed" ohne Belag. Dazu Aepfel und Craecker.


Zeitvertreib im Zug

Gegen 20 Uhr war ich dann in Fredericia. Dort habe ich gemeinsam mit zwei EuRailern aus Californien und einem Interrailer aus Norwegen den Zug nach Padborg bestiegen. Da wir dort von einem griesgraemigen Zugbegleiter daran gehindert wurden, unseren Anschlusszug nach Flensburg zu nehmen, mussten wir mit dem spaeteren Nachtzug Vorlieb nehmen.
Vivien und Kaan (aus Californien) wollten nach Frankfurt um von dort zurueck in die Staaten zu fliegen, Sigurd (aus Norwegen) nach Stuttgart und eine Freundin besuchen, die dort Mathe studiert. (Die Welt ist ein Dorf...)
Ich wollte nach Flensburg, dort am Bahnhof uebernachten und mich dann durch Norddeutschland und die Niederlande bis nach Belgien durchschlagen. Aus Flensburg wurde aber nichts. Die Haltestelle zog unbemerkt an uns vorbei ("Oops... did we just stop? Oh, no! We're already leaving!").
Mist.

Zur Erklaerung: Ein Interrailticket gilt nicht im Wohnsitzland. Ich bekomme zwar 25% Rabatt, muss aber ansonsten Normalpreis zahlen - das waere teuer geworden! Ich war dahe rein klein wenig nervoes, das gleich ein Schaffner vorbeischneit und ich ueberzeugend die Ahnungslose spielen muss oder zumindest einen hysterischen Heulkrampf bekomme. (Die Amerikanerin erteile hervorragenden Schauspielunterricht!)
Also fuhr ich mit den drei anderen Verrueckten bis nach Hamburg. Sigurd (Gordy) hatte einen Kanister Wein dabei, ich zwei leere Plastikflaschen, die man als Trinkgefaesse missbrauchen konnte und ausserdem - tada - Craecker! Gemeinsam leerten wir also innerhalb von zwei Stunden den Kanister und hatten... nunja... sehr viel Spass.



In Hamburg liess man mich nur ungern davontorkeln und wie schon gesagt: Da stand ich nun.
Die Nacht habe ich hauptsaechlich im McDonalds verbracht, mit Hp telefoniert und zu ekligen Pommes ganz viel Cappuchino getrunken.


Hamburg schläft. Ich nicht.

Heute Morgen dann den ersten Zug nach Bremen, dort den Shopblogger-Laden besucht (ultimatives Sightseeing!) und dann weiter bis nach Antwerpen, wo ich jetzt sitze.


Häschen in Bremen


Hundemüde irgendwo auf der Strecke.

Es ist abartig heiss und zwar selbst jetzt noch. Ich dachte, ich bekomme einen Hitzschlag, als ich aus dem Zug gestiegen bin...
Die Jugendherberge liegt idyllisch an einem See. Genau dort habe ich bis gerade eben noch gesessen, Abend gegessen (McDonalds-Salat von letzter Nacht, der erstaunlicherweise soagr noch sehr lecker war und das restliche Rugbroed; gleich gibts noch einen guten, deutschen Straciatella-Joghurt).

Danach werde ich mich ins Bett werfen, wie es aussieht habe ich das Zimmer heute Nacht fuer mich alleine. Einerseits habe ich dringend etwas Schlaf nachzuholen (in den Zuegen schlafen ging heute kaum, da ich etwas jede Stunde umsteigen musste...) und andererseits will ich mir verbleibenden zwei Tage unbedingt noch voll ausnutzen.

Aber ich freue mich auch wieder auf zu Hause. Ich muss dringend mal wieder Waesche waschen...